Sonntag, 25. Dezember 2011 - 12:20 Uhr
Informationen über die Aujeszky´sche Krankheit

Krankheitsübertragung: Hauptwirt für das Virus sind Wild- und Hausschweine, keine Gefahr für Menschen, keine Übertragung von Hund zu Hund bzw. Hund zu Mensch (Fleischfresser sind Endwirte), Übertragung vom Wildschwein auf den Hund, große Virusmengen im Schwein; Nervengewebe, Lymphgewebe, Nasen-, Maul- und Rachenschleimhäute, Gescheide, Virusübertragung durch Schwarzwildaufbruch, durch rohes Wildschweinfleisch, durch virushältige Gewebe und Ausflüsse. Krankheitsverlauf: Für Hunde in jedem Fall innerhalb weniger Tage (1-3 Tage) tödlich ( Gehirn- und Rückenmarksentzündungen, starker Juckreiz, Atemnot, starkes speicheln, Fressunlust und Fieber), für Hunde gibt es keinen Impfstoff. Jagdliche Empfehlung: Ein Kontakt „Jagdhund – Wild„ während der Jagdausübung lässt sich schwer verhindern, jedoch ist der direkte Kontakt des Jagdhundes mit Schwarzwild auf ein Mindestmaß zu beschränken. Kein Kontakt des Jagdhundes mit dem Aufbruch von Schwarzwild, kein Kontakt mit Schwarzwild bei Streckenlegung, keinen Schwarzwildaufbruch oder rohes Wildschweinfleisch verfüttern, kein „genossen machen„ mit Teilen von Schwarzwild (Lecker etc.), kein Kontakt des Jagdhundes mit Ein- und Ausschuss.

Sonntag, 19. Juni 2011 - 20:35 Uhr
Impfempfehlung des VDH

Anläßlich der Tagung der Zuchtverantwortlichen der Mitgliedsvereine des VDH am 8./9.11.03 fand die Meinung, dass die Impfung von Hunden gegen gefährliche Infektionskrankheiten ohne Alternative ist, volle Zustimmung.
Kritisch wurden die oft divergierenden Auffassungen von Tierärzten zum Impfmanagement angesprochen.
Wir folgen dem Wunsch der Teilnehmer, dazu eine Empfehlung m geben, die dem gegenwärtigen Stand der Erfahrungen und des Wissens entspricht. Diese, von Herrn Prof. Dr. Uwe Truyen und Herrn Prof. Dr. Hans Wunderlich erarbeitete Empfehlung wird auch vom wissenschaftlichen Beirat des VDH uneingeschränkt unterstützt.
Zielstellungen:
• Die Grundimmunisierung der Welpen muss so gestaltet sein, dass ein optimaler Übergang vom maternalen Schutz zur Impfimmunität erfolgt, ohne die Jugendentwicklung des Hundes nachhaltig zu beeinflussen.
• Die Wiederholungsimpfungen sollen eine solide
Populationsimmunität erzeugen und aufrechterhalten.
Gegen welche übertragbaren Infektionskrankheiten sollte obligatorisch („Core"- Komponente) geimpft werden:
• Tollwut • Staupe • HCC (Hepatitis) • Parvovjrose • Leptospirose
Gegen welche übertragbaren Infektionskrankheiten sollte nach Einschätzung des Gefährdungsgrades fakultativ („non core"-Komponente) geimpft werden:
• Zwingerhusten • Borreliose • Herpes
Folgendes Schema der Grundimmunisierung sollte für jeden Welpen verbindlich sein, da es ein Maximum an Wirksamkeit verspricht:
Grundimmunisierung:
8. Lebenswoche Staupe, HCC (Hepatitis), Parvovirose, Leptospirose (wahlweise hochtitriger Impfstoff Staupe, Parvovirose)
12. Lebenswoche Staupe, HCC (Hepatitis), Parvovirose, Leptospirose, Tollwut
16. Lebenswoche Staupe, HCC (Hepatitis), Parvovirose, Leptospirose, Tollwut
15. Lebensmonat 1 Wiederholungsimpfung Bei besonderer Gefährdung des Wurfes sind Impfungen in der 6. Lebenswoche mit hochtitriger Impfstoffen möglich.
Die Impfungen tragender Hündinnen ist nicht anzuraten. Anstehende Wiederholungsimpfungen sollten rechtzeitig (14 Tage) vor der Hitze, die zur Bedeckung vorgesehen ist, erfolgen.
Wiederholungsimpfungen:
Der höheren Praktikabilität wegen wird, solange keine anderen gesicherten Erkenntnisse vorliegen, die Beibehaltung des jährlichen (12 Monate) Rhythmus empfohlen.
Desweiteren wird empfohlen, zur Zusammenführung von Hunden (Veranstaltungen: Ausstellungen, Prüfungen, Training, Welpenstunden) nur geimpfte Hunde zuzulassen.
Gleichzeitig sollten keine Veranstaltungen besucht werden, an denen Hunde ohne gesicherten Impfstatus teilnehmen.

© DJT-Club e.V.

Samstag, 14. Mai 2011 - 14:27 Uhr
Elektronische Kennzeichnung der Welpen mit Transponder-Chips

Die Hauptversammlung des Deutschen Jagdterrier-Clubs e. V. hat am 19.03.2011 beschlossen, dass ab 01. Mai 2011 alle Welpen mit Transponder-Chips elektronisch zu kennzeichnen sind. Zur Anwendung kommenden Chips welche den Ländercode 276 (Deutschland), die FCI-Standard-Nr.103 (Deutscher Jagdterrier) sowie als letzte Ziffern die fünfstellige Zuchtbuchnummer tragen. Auf der Grundlage der, mittels Wurfmeldeschein zum Eintrag gemeldeten Welpen werden die Chips durch die Zuchtverantwortlichen des DJT-Clubs e. V. beim Hersteller angefordert.

© DJT-Club e.V.

Dienstag, 24. August 2010 - 08:21 Uhr
Jagd und Hege im Jahresverlauf (Monat September)

Die Rehe beginnen bereits zu verfärben. Der Rehbockabschuss sollte jetzt bereits erfüllt sein. Nun beginnt die verantwortungsvolle Jagd auf weibliches Rehwild. Schmalrehe und nicht führende Ricken sollten bevorzugt erlegt werden. Von Zwillingskitzen immer das deutlich schwächere wegnehmen, auch wenn es ein Bockkitz ist. Beim Rotwild beginnt die hohe Zeit der Brunft. Im Flachland beginnt sie bereits gegen Anfang, im Gebirge erst gegen Ende des Monats. Gewaltig dröhnen die Brunftschreie des Rothirsches durch die frühherbstlichen Wälder und deutlich ist das Aufeinanderschlagen der Geweihe kämpfender Hirsche zu vernehmen. Jetzt dürfen die reifen Hirsche "geerntet" werden. Bei der Jagd kommt jetzt der Hirschruf zum Einsatz. Schmalspießer sind zum Teil immer noch im Bast. Junge Hirsche verfegen jetzt. Die Jagd auf Stockenten ist auf. Da die Schofe noch nicht ganz ausgewachsen sind und manche Enten die Mauser noch nicht beendet haben, sollte man die Enten noch nicht am Wasser bejagen. Jetzt kann man die flugfähigen Schofe auf den abgeernteten Getreidefeldern bejagen, wo sie abends oft zu einer großen Zahl einfallen, um Körner aufzunehmen. Auch die spät geschlüpften Ringeltauben sind jetzt flügge. Erwachsene Tauben erkennt man leicht am weißen Halsfleck, der bei Jungtauben noch fehlt. Bei der Jagd auf Schwarzwild sollte man sich vermehrt um den Abschuss von Frischlingen bemühen. Die jungen Fasanenhahnen sind von den alten nur noch durch ihrer kürzeren Stoß zu unterscheiden. Die Schnepfen verlassen uns wieder und ziehen gegen Süden in wärmere Gefilde.

© Jägerschaft und Hegering Hückeswagen

Dienstag, 24. August 2010 - 08:14 Uhr
Jagd und Hege im Jahresverlauf (Monat August)

Anfang des Monats erreicht die Brunft (Fortpflanzung) des Rehwilds ihren Höhepunkt. Der beste Zeitpunkt zum Blatten (Lockjagd). Gegen Ende des Monats sind die Böcke durch die Anstrengung der Brunft erschöpft (abgebrunftet) und müde. Sie haben sich nun wieder in ihren Einständen niedergetan und scheinen für die nächsten Wochen spurlos verschwunden. Beim Schwarzwild (Wildschweinen) schließen sich die führenden Bachen zu Rotten (Gruppen) zusammen. Einzeln ziehende alte Sauen sind fast ausnahmslos Keiler. (Ältere männliche Wildschweine) Die Jungenten werden flügge und auch die Elterntiere, die sich bis jetzt in der Mauser befunden haben, tragen wieder ihr schönes Federkleid und sind flugfähig. Auf den Stoppelfeldern fallen die Tauben ein, die nach dem neuen Gesetz jetzt nur noch in der Zeit vom 1. November bis zum 20. Februar bejagd werden dürfen. Ein stilles Reifen geht durchs Revier, bei den Pflanzen und beim Wild. Bald, sehr bald ist es wieder so weit, dass der Hase über die Stoppeln läuft, und dann steht der Herbst unmittelbar vor der Tür.

© Jägerschaft und Hegering Hückeswagen

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