Der Deutsche Jagdterrier ist ein Jagdgebrauchshund vom Jäger für den Jäger. Wenn am Anfang der Einsatz unter der Erde auf Fuchs und Dachs im Vordergrund stand, so wird er heute ebenso häufig für die Stöberarbeit auf Schalenwild bei den vermehrt durchgeführten Bewegungsdrückjagden mit Erfolg eingesetzt. Seine sprichwörtliche Härte und Beharrlichkeit lassen ihn selbst vor wehrhaftem Wild nicht zurückweichen.

Aber auch seine Eignung für die Arbeit nach dem Schuss hat in Jägerkreisen den entsprechenden Niederschlag gefunden.

Seine feine Nase und der absolute Finderwille, gepaart mit Ausdauer, lassen ihn auch Nachsuchen auf krankes Wild erfolgreich abschließen. Er eignet sich zur Wasserjagd, wo er durch ausdauerndes Stöbern im Schilf und Bringen aus tiefem Wasser seinen Mann steht. Zum Apportieren von Wildarten wie Kanin, Fasan, Rebhuhn und Taube ist der kleine, universelle Jagdgebrauchshund ohne weiteres in der Lage.

Das zeichnet ihn besonders aus: Er ist mutig und hart, arbeitsfreudig und ausdauernd, vital und temperamentvoll, ehrlich, zuverlässig, kinderlieb und umgänglich.

Dennoch sollten Sie folgendes beachten: Der Deutsche Jagdterrier ist ein vollwertiger Jagdgebrauchshund vom Jäger für den Jäger. Als Mode- oder Stubenhund scheidet er ohnehin aus. Dafür ist er zu schade. Er ist als Welpe formbar, anpassungsfähig und neugierig, braucht aber meistens eine konsequente Führerhand. Bringen Sie diese Voraussetzungen mit, so wird er Sie gern als “Leittier” anerkennen und mit Ihnen auch so umgehen. So gern er mit Ihnen rauft, so gern lässt er sich von Ihnen und von ihm vertrauten Menschen streicheln, deren Nähe er sucht. So zäh und ausdauernd er als Jagdgebrauchshund ist, so liebebedürftig kann er auf der anderen Seite sein.

Der Deutsche Jagdterrier
Nach dem ersten Weltkrieg trennten sich einige aktive Jäger von dem zahlenmäßig starken Foxterrier-Club, um eine Zucht aufzubauen, die sich ausschließlich an der jagdlichen Leistung orientieren sollte. So beschlossen die erfahrenen Jagdkynologen Rudolf Frieß, Walter Zangenberg und Carl-Erich Grünewald, einen schwarz-roten Jagdhund für die Arbeit unter der Erde zu züchten.
Ihren Bestrebungen kam ein Zufall zu Hilfe. Zoodirektor Lutz Heck/Hagenbeck ...
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